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Nahmobilität

»Eine Stadt wird nicht dann zivilisierter, wenn sie Autobahnen hat, sondern wenn sich ein Kind mit Dreirad überall sicher und einfach bewegen kann.«

Enrique Peñalosa, 1997 bis 2000 Bürgermeister von Bogotá

Kosteneffiziente Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs

Die Förderung der städtischen Nahmobilität, also eines harmonischen Miteinanders von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr im nahen Wohnumfeld, wird immer wichtiger. In Deutschland werden in großen Städten immer häufiger statt des eigenen Pkw der gut ausgebaute Öffentliche Nahverkehr und das Fahrrad oder die eigenen Füße genutzt, Carsharing boomt. Diese Trends können genutzt werden, um die Städte lebenswerter zu machen.

Dafür sprechen auch die Aspekte, die bei einem Wandel der Mobilität unmittelbar die Lebensqualität steigern: Weniger und langsamere Kfz-Fahrten bedeuten weniger Verkehrslärm und andere Emissionen. Mehr persönliche Bewegung fördert die Gesundheit. Die Nahmobilität mit Fuß und Rad ist für jeden erschwinglich und damit sozial ausgewogen. Die Interaktion auf der Straße mit Fuß- und Radverkehr und mit der Nutzung von Bus und Bahn ist zudem wünschenswert und belebend. So fördert gerade ein intensiver Fuß- und Radverkehr auch den Betrieb kleiner und vielfältiger Läden.

Wertewandel in der Nahmobilität

Ein Zeichen der Zeit ist auch der Rückgang des Autobesitzes bei jungen Leuten. Stattdessen stehen bei der Altersgruppe bis 30 Jahren andere Aspekte im Vordergrund: Kommunikation, ein lebenswertes Umfeld und eine hohe Mobilität, aber nicht unbedingt mit dem eigenen Auto. Um diesem Wandel gerecht zu werden, muss die Stadt besser zu Fuß und mit dem Fahrrad erlebbar gemacht werden. Politik und Bevölkerung wünschen schnelle und sichtbare Erfolge. Die dazugehörigen Trends der Stadt- und Verkehrsplanung in Deutschland und Europa berücksichtigen diese Entwicklungen. Hierzu gehören:

Wissensplattform der ivm

Die ivm stellt das „Handbuch zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs“ zum Download bereit: Darin werden vor dem Hintergrund knapper finanzieller Ressourcen vorhandene Handlungs- und Gestaltungsspielräume aufgezeigt. Im Bereich „Weiterführende Informationen“ finden Sie eine zusätzliche interaktive Kartenanwendung, die Best-Practice-Beispiele zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs zeigt.

Ansprechpartner
Jens Vogel

PARTNER

R+T Verkehrsplanung

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difu - Fahrradakademie

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf ivm GmbH - https://www.ivm-rheinmain.de

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