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Betriebliches Mobilitätsmanagement

Mit dem Ansatz des Betrieblichen Mobilitätsmanagements erarbeiten Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber Mobilitätskonzepte für ihre Arbeitsplatzstandorte, die dazu beitragen, KfZ-Verkehre auf andere Verkehrsträger zu verlagern.

Rund 1 Mio. Berufspendler sind täglich in der Region Frankfurt RheinMain unterwegs, rund 60% nutzen dabei den PKW für den Weg zur Arbeit. Die Folge: Staus im Berufsverkehr, hohe Kosten für die Bereitstellung und den Unterhalt von Stellplätzen, Schadstoff- und Lärmemissionen.

»Unser Ziel von Mobilitätsmanagement ist es, eine effiziente Umwelt- und sozialverträgliche Mobilität anzuregen und zu fördern.«

Maßnahmen und Angebote im Mobilitätsmanagement zielen dabei auf Einstellungen und Verhaltensmuster ab. Der bewusste Umgang mit der Mobilität soll gefördert werden. Das Mobilitätsmanagment basiert dabei im Wesentlichen auf Information, Kommunikation und Organisation und bedarf deshalb eines intensiven Marketings.

Das Betriebliche Mobilitätsmanagement umfasst in diesem Kontext Konzepte zur Verbesserung der Mobilität in Unternehmen und Verwaltungen. Hierzu gehören neben den Wegen der Mitarbeiter zum und vom Arbeitsort auch Kunden- und Besucherverkehr sowie innerbetrieblicher Verkehr z. B. in Form von Dienstwegen.

Neben der Förderung einer nachhaltigen Mobilität leistet das betriebliche Mobilitätsmanagement auch einen Beitrag zur Verbesserung von Standortqualitäten in Form einer verbesserten Erreichbarkeit. Vor diesem Hintergrund wird das betriebliche Mobilitätsmanagement auch ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsförderung.

Die ivm stellt einerseits ein konkretes Beratungsangebot für Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber bereit und unterstützt andererseits ihre Gesellschafter aktiv dabei, das betriebliche Mobilitätsmanagement als strategische Komponente im Bereich der Stadt- und Verkehrsplanung, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung zu verankern.

Wer profitiert?

Vorteile für Unternehmen und Arbeitgeber ergeben sich durch eine verbesserte Erreichbarkeit der Standorte, Kosteneinsparungen, einen Beitrag zu Klimaschutzzielen, zufriedene Mitarbeiter und einen Imagegewinn.

Die Mitarbeiter nehmen das Engagement des Arbeitgebers häufig positiv wahr, sparen Kosten für den Arbeitsweg und erreichen Ziele stressfreier.

Betriebliches Mobilitätsmanagement leistet einen zentralen Beitrag zu strategischen Zielen auf kommunaler und regionaler Ebene wie z. B. zum Klimaschutz und zur Entlastung der Verkehrsinfrastruktur. Außerdem ist Betriebliches Mobilitätsmanagement ein Baustein der Wirtschaftsförderung.

Wo setzt das betriebliche Mobilitätsmanagement an?

Für die Mitarbeiter werden Anreize geschaffen, Wege von und zur Arbeit zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.

Durch die Einbindung von Angeboten wie Dienstfahrrädern, Carsharing oder ÖPNV-Zeitfahrkarten sowie durch eine effizienten Fuhrpark können Dienstwege und Dienstreisen ebenfalls umweltfreundlich abgewickelt werden.

Spezielle Informationsangebote für Kunden und Besucher begünstigen beim Besucher- und Kundenverkehr eine Nutzung alternativer Verkehrsmittel. Lieferverkehre können durch spezielle Ansätze aus dem Logistikbereich häufig effizienter gestaltet werden.

So fördern wir das betriebliche Mobilitätsmanagement

Mit südhessen effizient-mobil bietet die ivm für und mit ihren Gesellschaftern ein Programm für Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber in der Region Frankfurt RheinMain an, die diese bei der Erarbeitung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten für ihre Standorte unterstützt. Hierzu hat die ivm gemeinsam mit der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar ein Workshopkonzept entwickelt, welche Mitarbeiter in den Unternehmen bei der Bestandsanalyse, der Maßnahmenentwicklung, der Wirkungs- und Potenzialabschätzung und bei der Erstellung des unternehmensspezifischen Mobilitätsplans begleitet.

Arbeitgeber, die diesen Prozess erfolgreich abgeschlossen haben, können sich als vorbildlicher Betrieb im Mobilitätsmanagement zertifizieren lassen.

Erfolgsfaktor Netzwerk

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Einbettung des Programms in ein regional und lokal verankertes Netzwerk. Erfahrungen haben gezeigt, dass die tatsächliche, längerfristige Umsetzung von Maßnahmen erheblich von einer dauerhaften Begleitung des Umsetzungsprozesses abhängt.

Teil des Netzwerks sind alle für die Gestaltung des Verkehrs und des Standortmarketings der Wirtschaftsförderung relevanten Entscheider und Institutionen auf regionaler und kommunaler Ebene. Die ivm kooperiert hier insbesondere mit dem Rhein-Main-Verkehrs-Verbund (RMV) und den lokalen Nahverkehrsorganisationen. Darüber hinaus werden Kammern und Verbände als Multiplikatoren für das Thema eingebunden.

Die regionale Klammer über die einzelnen Netzwerke bildet die ivm als regionale Koordinationsstelle für das betriebliche Mobilitätsmanagement. Als Netzwerkknoten koordiniert und organisiert die ivm die Durchführung der teilregionalen Förderprogramme und sorgt für ein Qualitätsmanagement sowie den gesamtregionalen Austausch unter den Netzwerken. Über teilregionale Netzwerke kann das Konzept des betrieblichen Mobilitätsmanagements auf regionaler und lokaler Ebene stabil etabliert werden.

Ziel ist, dass alle für die Gestaltung des Verkehrs relevanten Entscheider und Institutionen Mobilitätsmanagement als Bestandteil des Handlungsrepertoires im Verkehr verstehen, es soweit als möglich selbst anwenden und dauerhafte Arbeitsstrukturen zur Förderung von Mobilitätsmanagement schaffen.

PARTNER

RMV

Rhein-Main-Verkehrsbund

IHK Darmstadt
IHK Darmstadt
Rhein Main Neckar

WEITERFÜHRENDE LINKS

Transferstelle Mobilitätsmanagement

www.mobilitaetsmanagement.nrw.de

Aktionsprogramm effizient.mobil

www.effizient-mobil.de

Europäische Plattform zum Mobilitätsmanagement

www.epomm.eu

Materialsammlung des ACE

www.ace-online.de

Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf ivm GmbH - https://www.ivm-rheinmain.de

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