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Hessischer Gesundheitspreis für „Mobile Menschen“

Die ivm-Internetplattform mobilemenschen.de wurde am 5.Oktober 2015 im Hessischen Landtag vom Hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, als herausragendes Projekt der Gesundheitsförderung und Prävention mit dem Hessischen Gesundheitspreis ausgezeichnet.


Hessens Minister Stefan Grüttner bei der Preisverleihung an H. Mühlhans, R. Bernhard, E. Swatzina und S. Hartlep. Rechts im Bild: Jury-Mitglied Detlef Lamm, AOK Hessen (Foto: HMSI)

Laudatio an mobilemenschen.de

Das Land Hessen würdigt mit dem Gesundheitspreis Projekte und Initiativen, die sich beispielhaft für die Förderung der Gesundheit der hessischen Bevölkerung einsetzen. Die Vergabe des Preises in der Lebensphase „Gesund Bleiben“ an die ivm begründete Herr Deflef Lamm von der AOK Hessen einerseits mit dem hohen Maß an Inklusionsarbeit, die mobilemenschen.de leiste: Das Projekt engagiere sich besonders für die Verbesserung des praktischen Alltags von Menschen mit Einschränkungen. Es sei ein gelungenes Stück Inklusion, in dem eine Gruppe von Menschen erkennen würde, was Menschen mit Behinderungen im Alltag die Selbstständigkeit verwehrt. Und diese Menschen hätten auch „die Ideen und Überzeugungen, diese Hürden abzubauen“. Das Gemeinschaftsprojekt von ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Hessischen Straßenbauverwaltung (Hessen Mobil) spiegle eine große gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderung wider.

Weiters wurde hervorgehoben, dass „eine breit angelegte Partizipation von Akteuren bei der Erhebung der Daten“ stattfinde. Die ivm setze „auf eine gezielte, sukzessive Ansprache der Städte, Kommunen und Landkreise. Mitmachen kann jeder und je mehr sich beteiligen, desto mehr Angaben sind verfügbar.“ Herr Lamm äußerte abschließend den Wunsch nach möglichst vielen Mulitplikatoren, die zu einer landesweiten Umsetzung des Projekts beitrügen.

Das Projekt mobilemenschen.de

20151005_Hessischer_Gesundheitspreis_Urkunde-finalAuf der Plattform werden Ortspunkte von besonderem Interesse – sogenannte „Points of Interest“ (POIs) – hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit beschrieben und bewertet. Diese POIs können von den Nutzerinnen und Nutzern auf einfache Weise neu angelegt und gepflegt, also bei Bedarf mit neuen Informationen aktualisiert werden. Besonders angesprochen und berücksichtigt werden dabei Menschen mit einer Geh-, Seh- oder Hörbehinderung. Je nachdem welche Zielgruppe sie bei Aufruf der Seite gewählt haben, gelten die Angaben für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Die POIs werden je nach Grad der Barrierefreiheit in den Ampelfarben rot, gelb oder grün dargestellt. Nutzer haben die Möglichkeit, die Zugänglichkeit anhand ausgewählter Merkmale wie Türbreiten, Aufstellflächen, Treppen und Stufenhöhe etc. zu erfahren. Damit liefert mobilemenschen.de die erforderlichen Informationen zur Einschätzung der individuellen Nutzbarkeit der jeweiligen Einrichtung. Insgesamt stehen über 70 Kategorien zur Verfügung, die mit zumeist selbsterklärenden Symbolen dargestellt werden.

Die Informationen stehen sowohl in Karten- als auch in Listenform zur Verfügung. mobilemenschen.de versucht die Vorteile von gedruckten Stadtplänen und einfachen offenen Datenplattformen zu vereinen. Die frei zugänglichen Datenplattformen setzen bewusst auf wenige, leicht zu erhebende und zu vermittelnde Schlüsselkriterien.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf ivm GmbH - https://www.ivm-rheinmain.de

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