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Sichere Radrouten zur Schule für Limburg-Weilburg

Los geht’s: Landrat Köberle startete gemeinsam mit den Bürgermeister*innen, dem Hessischen Verkehrsministerium, dem Projektteam und den Schülerinnen und Schülerinnen der Taunusschule den Schülerradroutenplaner für den Landkreis Limburg-Weilburg. (Bild: ivm/Marc Jacquemin).

05.05.2022, Limburg. Die Bedienung ist denkbar einfach: Schule auswählen, Startadresse eingeben und Route berechnen lassen. So einfach zu handhaben ist der „Schülerradroutenplaner“ für den Landkreis Limburg-Weilburg, der gemeinsam von Michael Köberle, Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, und Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, sowie den Projektpartnern offiziell unter www.schuelerradrouten.de freigeschaltet wurde.

Ein etwa sieben Kilometer langer Abschnitt des Schülerradroutennetzes rund um die Taunusschule in Bad Camberg wurde sodann auch gemeinsam mit allen Projektbeteiligten per Rad getestet.

Wer den Schulweg auf zwei Rädern zurücklegt, tut etwas für seine Gesundheit, stärkt die Aufmerksamkeit für den Schultag und agiert umweltbewusst. „Damit Schülerinnen und Schüler auch voller Vertrauen auf ihre Fahrräder steigen, haben wir für den Landkreis Limburg-Weilburg nun ein Schülerradroutennetz erarbeitet“, erklärte Michael Köberle, Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg.

„Mit dem Projekt im Landkreis-Limburg Weilburg haben wir einen weiteren Meilenstein hin zu einem hessenweiten Schülerradroutennetz erreicht“, betonte Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf und ergänzte: „Schülerinnen und Schüler können eigenständig einfach und sicher mit dem Rad zur Schule fahren und damit das Fahrrad als alltäglichen Begleiter für eine unabhängige und umweltfreundliche Nahmobilität kennen und schätzen lernen.“

583 Schulen und rund 7.800 km umfasst das aktuelle Schülerradroutennetz Hessen

Der „Schülerradroutenplaner“ ist ein Projekt der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain), das im Rahmen des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement des Landes Hessen gefördert wird. 583 weiterführende Schulen in Hessen sind bereits an das Schülerradroutennetz angeschlossen, das mittlerweile eine Gesamtlänge von rund 7.800 Kilometern aufweist.

Schulprojekte zur Schülerbeteiligung

Gemeinsam mit den Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg, wurden mit Unterstützung durch das beauftragte Fachbüro SWECO für alle Standorte der 18 weiterführenden Schulen mit rund 11.500 Schülerinnen und Schülern Routen erarbeitet. An fünf dieser Schulen wurden hierzu auch vertiefte Projekttage mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt: „Wir haben diejenigen eingebunden, die die Wege und den heute freigeschalteten Routenplaner nutzen sollen“, so Landrat Köberle, der hinzufügte: „Gerade in unserem Landkreis war es dabei nicht immer einfach, die passenden Routen zu finden – umso wichtiger war es, dass wir viele Akteure beteiligt haben.“

Lokales Wissen zur Qualitätssicherung

Die erarbeiteten Routenvorschläge waren in sogenannten Schülerradroutenbeiräten mit Vertreterinnen und Vertretern von Schulen, Politik, Verwaltung und Polizei abgestimmt worden und wurden anschließend durch die ivm als koordinierende Stelle im Schülerradroutenplaner Hessen veröffentlicht.  „Dieses Verfahren zur Erstellung von Schülerradroutennetzen ist in nunmehr 14 Landkreisen und allen kreisfreien Städten in Hessen  bereits erfolgreich umgesetzt worden. Wir schaffen damit eine gute Grundlage für mehr Vertrauen in das Fahrrad als Verkehrsmittel zur Schule – auch auf Elternseite“, erklärte Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm.

Projekt liefert wichtige Hinweise zur Verbesserung der Radinfrastruktur

Das fertige „Schülerradroutennetz“ umfasst den gesamten Landkreis, immer mit einem fünf-Kilometer-Radius um die jeweilige Schule. Die Darstellung im Schülerradroutenplaner beinhaltet neben den besten Radrouten auch sogenannte Aufmerksamkeitspunkte, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen. Zudem liegen für die angeschlossenen Schulen nun Steckbriefe zum Radverkehr vor, unter anderem mit Hinweisen zum Zustand und möglicher Weiterentwicklung der Fahrradabstellanlagen.

Wichtiger Baustein zur Verbesserung der Radinfrastruktur

Für Schulen und auch Kommunen birgt die Projektteilnahme großes Potenzial: In den Beiräten fanden Akteure aus Verkehrs- und Schulwelt zusammen und bauten nachhaltige Kommunikationswege auf, die später für weitere Projekte zum Thema Schule und Mobilität genutzt werden können. „Beteiligte Kommunen erhalten ganz nebenbei wertvolle Hinweise zur Verbesserung ihrer Fahrradinfrastruktur, die wir seitens der Städte und Gemeinden gerne aufgreifen“, ergänzte Silvia Scheu-Menzer, Sprecherin der Bürgermeister des Landkreises Limburg-Weilburg und Bürgermeisterin der Gemeinde Hünfelden. Scheu-Menzer: „Das Vorhaben unterstützt die Förderung des Radverkehrs und unser Bemühen um sichere Schulwege.“

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Die Erarbeitung von Schülerradroutennetzen ist ein zentrales Element des Beratungsprogramms „Besser zur Schule“. Angeboten wird dieses kostenlose Programm vom Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement, das das Land Hessen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) 2018 ins Leben gerufen hat, um eine eigenständige und sichere Mobilität von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Das Fachzentrum – angelegt bei der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) –  unterstützt hessische Schulen, Schulträger und Kommunen dabei, Maßnahmen zum schulischen Mobilitätsmanagement umzusetzen.

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Unter www.schuelerradrouten.de den passenden Weg zur Schule finden.
Widget, QR-Code und Linkgenerator für die Schulwebseite zur Kommunikation nutzen.

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bzs-logo

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Das Land Hessen hat im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement“  bei der ivm eingerichtet. Das Fachzentrum unterstützt Schulen, Schulträger und Kommunen bei der Einführung und Umsetzung eines schulischen Mobilitätsmanagements. Hierzu können diese verschiedene Angebotsbausteine nutzen. Weitere Informationen unter www.besserzurschule.de .

 

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Heike Mühlhans
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